Unterrichtswettbewerb
Muslimische Ethikschüler erklären den Islam
8. Klasse Hauptschule
Das Projekt
Nur in der offenen Begegnung, in der aktiven Auseinandersetzung können
Jugendliche verschiedener Religionen Eigenes und Fremdes besser kennenlernen,
Vorurteile abbauen und Konflikte gewaltfrei lösen lernen. Dazu möchten
ein Ethiklehrer und seine Schülerinnen und Schüler mit ihrem Projekt
einen Beitrag leisten.
Experten für die eigene Religion werden
Vor einem Gespräch mit Andersgläubigen müssen die Schüler
zunächst ihre eigene Religion kennen lernen und dann in die Lage versetzt
werden ihre Religion anderen zu erklären. Daher erarbeitet eine Gruppe
muslimischer Ethikschüler zusammen mit ihrem Lehrer die Lehrplaneinheit
Islam. Sie bringen sich als Experten ein, erarbeiten Unterrichtsmaterialien
und organisieren einen Moscheebesuch.
Im Ethikunterricht stellt die Expertengruppe dann ihre Religion, den Islam,
vor. Das kommt bei der Ethik-Klasse sehr gut an. Die eigentliche Projektidee
entsteht: Die Experten möchten gerne auch andere Schüler über
den Islam informieren. Im Geiste eines »Weltethos« soll so ein
Kontakt und ein Dialog mit Andersgläubigen zu Stande kommen.
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Unterrichtsmaterialien herstellen
Allerdings stellen die Experten selbstkritisch fest, dass es ihnen
sprachlich schwer fällt, ihre Informationen zu vermitteln. Daher wählen
sie Freiarbeitsmaterialien als Unterrichtshilfe, z.B. Puzzle, Frage-Antwort-Spiele,
Lückentexte.
Diese Materialien werden im folgenden halben Jahr teilweise außerhalb
des Unterrichts, teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Fächern (Technik,
Informatik, Mathe, Deutsch) in deren Unterrichtsstunden angefertigt.
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Als Experte über den Islam informieren
Dann gehen die Experten in Absprache mit dem jeweiligen Religionslehrer
in den katholischen und evangelischen Religionsunterricht und stellen den Islam
mithilfe der erstellten Materialien in zwei bis vier Unterrichtsstunden vor.
Dabei »unterrichten« jeweils zwei Experten vier Religionsschüler über
einen Teilbereich des Islam. Die Religionsschüler wechseln die »Lehrer« und
gehen so alle Teilbereiche durch.
Fragen oder Probleme werden teils in Arbeitsgruppen, teils im gemeinsamen
Abschlussgespräch geklärt. Der vom Projekt Weltethos geforderte
Dialog zwischen den Religionen findet so tatsächlich statt.
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Abschluss
Zum Abschluss des Projekts luden die muslimischen Experten die besuchten
Religionsschüler zu einem gemeinsamen Moscheebesuch ein.

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