Jugendcamp »Find Your World«
Fazit
Fazit
Die Organisatoren
»Für uns war es ein erfolgreiches Projekt. Erstens
hat es funktioniert mit religiösen Leuten und nicht mit Leuten, die
so tun als wären
sie religiös, und die letztlich sagen: Ach egal, wir sind doch alle
gleich, wir machen uns hier ne schöne Zeit. Nein, wir hatten große
Auseinandersetzungen. Außerdem ist hier im Camp zum ersten Mal das
theoretische Konzept des ›Projekt Weltethos‹ in die Praxis
umgesetzt worden.«
»Was wir auf jeden Fall erreicht haben, ist, dass die Teilnehmer in
der Auseinandersetzung mit den jeweils anderen Religionen viel über
sich selbst erfahren haben und viel für sich mitnehmen konnten. Standfestigkeit
in der eigenen Religion, da sind wir ein ganzes Stück weitergekommen.
Aber bei der Dialogbereitschaft, einer der wesentlichen Anliegen des ›Projekt
Weltethos‹, haperte es noch etwas. Überraschend war, dass es
offensichtlich sehr schwer ist, die Sicht des anderen einzunehmen … Ich
denke, hier ist noch viel zu tun.«
»Aber über alle Gräben hinweg gab es sehr schöne, menschliche Begegnungen. Einerseits konnten wir unheimlich harte Diskussionen über den Glauben, den eigenen Standpunkt beobachten, aber dann auch erleben, wie sich auf der menschlichen Ebene ganz viel abgespielt hat, wenn z. B. Igor, ein Christ und Kirchenmusiker mit Yellow, dem muslimischen Graffiti-Sprayer ein gemeinsames Projekt plant. Wir konnten häufig beobachten: Da hat sich was verändert, da haben sich Leute gefunden und Lust bekommen, weiter zu experimentieren mit dem Thema Weltethos.«

