Den Unternehmenswert steigern und damit den Anspruch der Aktionäre oder
Anteilseigner (shareholder) auf eine maximale Rendite befriedigen.
Dieses Modell
ist heute weit verbreitet.
Es werden nicht nur
die Interessen der Anteilseigner (shareholder) berücksichtigt,
sondern die Interessen all jener, die einen Einsatz (stake) für Erfolg und Überleben
des Unternehmens bringen: Anteilseigner und Geldgeber, Arbeitnehmer, Zulieferer,
Kunden, Gesellschaft ...
Manager werden direkt oder indirekt am Unternehmensgewinn beteiligt, oft sind
sie auch Miteigentümer des Unternehmens.
Manager sind Treuhänder des Unternehmens und Moderatoren,
welche die Ansprüche der verschiedenen Stakeholder befriedigend ausgleichen
müssen.
• Die Wertsteigerung des Unternehmens kann auf Kosten anderer Anspruchsgruppen
(etwa Arbeitnehmer) gehen.
• Manager sind einseitig auf die Steigerung des Unternehmenswerts fixiert
und planen deshalb oft kurzfristig statt nachhaltig.
Nicht immer besteht Einigkeit darüber, wer als Stakeholder gilt.
Ansprüche der Stakeholder
an die Unternehmen
• Die Anteilseigner und Geldgeber erwarten neben einer sicheren Geldanlage
die Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals.
• Die Mitarbeiter erwarten leistungsgerechte Entlohnung, motivierende
Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit.
• Die Zulieferer erwarten Zahlungsfähigkeit und langfristige Lieferbeziehungen.
• Die Kunden erwarten gute Produkte zu günstigen Preisen.
• Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit erwarten einen Beitrag
zur Verbesserung des Gemeinwohls (Schaffung von Arbeitsplätzen, Steuern,
soziales Engagement etc.), auch als Gegenleistung für die Bereitstellung öffentlicher
Güter (Infrastruktur, Sicherheit, Bildung), welche die wirtschaftliche
Tätigkeit überhaupt erst ermöglicht.