Ebene der Weltwirtschaft: Globalisierung menschlich gestalten


1) Schaffung einer internationalen Wettbewerbsordnung mit Rechtssicherheit und politisch gesetzten fairen Wettbewerb.
 

2) Bindung der internationalen Finanzflüsse an realwirtschaftliche Ziele von Wachstum und Beschäftigung. Keine unkontrollierten Kapitalströme, abgekoppelt von Waren und Dienstleistungen, die zu Preisverzerrungen und Destabilisierung des Weltfinanzsystems führen.
 

3) Soziale Sicherungssysteme gegen wachsende strukturelle Verwerfungen. Flankierung der freien Marktkräfte durch Systeme der sozialen Grundsicherheiten und Grundrechte.
 

4) Ausgleich des drastischen wirtschaftlichen und sozialen Gefälles zwischen den Weltregionen, der ungleichen Verteilung von Wohlstand, Bildung, Gesundheit.
 

5) Keine kurzsichtige Bedürfnisbefriedigung, sondern Berücksichtigung der steigenden sozialen und ökologischen Kosten, die zunehmend von Unternehmen auf Staaten, von Industrienationen auf Entwicklungsländer abgewälzt werden.
 

6) Stopp des übermäßigen Verbrauchs von nicht-regenerierbaren Ressourcen (fossile Brennstoffe, Wasser). Die heutigen Preise spiegeln nicht die tatsächliche Knappheit wider, die Kosten werden auf künftige Generationen verlagert.
 

Nach: Hans Küng, Weltethos für Weltpolitik und Weltwirtschaft,
S. 289–91














Foto oben:
Europa-Passage, Hamburg

Foto unten:
Händler
in Sri Lanka
Weltethos
und Wirtschaft


Die drei Ebenen
des Wirtschaftens


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Menschlich gestalten
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