Ein ethnischer Konflikt spitzt sich zu: Erst werden die Tutsi aus Ruanda vertrieben,
dann organisieren sie von Uganda aus den Widerstand, greifen Ruanda an und
beginnen in Burundi einen Bürgerkrieg gegen die Hutu. Ein Friedensabkommen
wird sabotiert, worauf die Hutu mit systematischem Völkermord reagieren,
der schließlich von einer Tutsi-Armee beendet werden kann.
Völkermord von Christen an Christen
Nicht nur Soldaten, sondern vor allem auch Teile der Zivilbevölkerung nehmen
aktiv am Völkermord teil: Nachbarn, Geschäftspartner, Familien- und
Gemeindemitglieder. Opfer wie Täter sind ganz überwiegend Christen:
Pfarrer segnen die Mörder, Kirchenvertreter legitimieren die Hutu-Politik.
Nur wenige Christen, vor allem Zeugen Jehovas, sind nicht am Völkermord
beteiligt.
Hilfe für die Verfolgten von Muslimen
Früh warnen Vertreter der muslimischen Minderheit vor ethnisch begründeter
Gewalt und setzen sich öffentlich für gegenseitigen Respekt ein.
Mit vielfältigen Aktionen ermahnen sie die Muslime aus beiden Volksgruppen
zu Besonnenheit und Gewaltverzicht. Während des Völkermords retten
sie vielen Tutsis das Leben.