Mittelalter: Ständische Freiheitsrechte in den englischen Freiheitsurkunden – 1

Am 15. Juni 1215 unterzeichnet der englische König Johann die von Adel und Geistlichkeit aufgesetzte »Magna Charta Libertatum« (»Große Freiheitsurkunde«), die erstmals die Königsgewalt gegenüber dem Adel rechtlich einschränkt.
Die Magna Charta ist seither Grundstein des englischen Verfassungsrechts.
In den inneren Machtkämpfen zwischen König und Adel bilden sich im Laufe des 13. Jahrhunderts die Grundlagen des englischen Parlaments heraus.
 
Ursprünglich gehörten nur der hohe Klerus (Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte) und der Hochadel (Barone und Grafen) dem Parlament an. Ab 1264 kamen Vertreter des niederen Adels (Ritter) und der städtischen Oberschicht (Bürger) dazu; sie wurden bald commons genannt.
 
Ab 1341 hielten die peers (Klerus und Hochadel) und commons getrennte Sitzungen ab. Daraus ging die Unterscheidung in House of Lords und House of Commons hervor. Um 1360, unter König Edward III. (1312–1377), erreicht das Parlament ein unumgängliches Mitspracherecht: ohne Zustimmung beider Häuser durfte kein Gesetz und keine Steuer auferlegt werden. Unter Heinrich VIII. (1491–1547) und Elisabeth I.  (1558–1603) verliert das Parlament wieder an Bedeutung.
 

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