Das Zeitalter der Aufklärung

Die eigentliche Geburtsstunde der Menschen-
rechtsidee
ist die Zeit der Aufklärung:
Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert ändern sich die Legitimationsgrundlagen politischer Herrschaft grundlegend durch:
• die Individualisierung des Menschenbildes seit Renaissance und Humanismus,
• die »Privatisierung« der Religion durch die Spaltung der westlichen Christenheit aufgrund von Reformation und Gegenreformation,
• den Niedergang des Feudalismus und das Aufkommen des Absolutismus. So entsteht eine neue politische Ordnung: der Ständestaat mit Adel, Klerus und Bürgern,
• den Aufstieg des naturwissenschaftlichen Weltbildes.

 
Dieses veränderte Verständnis von legitimer Herrschaft führt zur Entstehung revolutionärer Bewegungen in Europa und Nordamerika, die sich auch auf christliches und antikes Gedankengut berufen.
Die Menschenrechte von heute entstehen also in einer Zeit des politischen Umbruchs, der Revolution und der gesellschaftlichen Neuorientierung. Sie sind nicht das Ende eines organischen Entwicklungsprozesses, sondern eine Zäsur in der europäischen Geschichte.
 


















Abb.:
Leonardo da Vinci, Proportionsstudie nach Vitruv
Weltethos
und Politik


Menschenrechte
und Menschen-
pflichten


M-RECHTE
Ideengeschichte

• Ursprünge
• Griechenland
• Rom
• Christentum
• Aufklärung
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