Antike:
Griechenland
Im
5. Jh. v. Chr. argumentieren griechische Philosophen der Sophistik-Schule,
alle Menschen seien von Natur aus gleich. Gesetze, die diese
Gleichheit missachten (z. B. die Sklaverei), widersprächen der Natur.
Auch Platon und sein Schüler Aristoteles gehen,
je auf ihre Weise, von einer allgemeinen Natur des Menschen aus,
die in einem gesetzlich verfassten Gemeinwesen (polis) verwirklicht werden soll.
Aristoteles bezeichnet den Mensch als Gesellschaftswesen, als politisches Lebewesen
(zoon politikon).
Die Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens sind für ihn Freiheit, Gleichheit
und Gerechtigkeit. Und der Bürgerstaat sei »eine Gemeinschaft freier
Leute«.
Abb.:
Platon und Aristoteles – Ausschnitt aus dem Fresko von Raffael »Die
Schule von Athen«