Verlängerung des Vietnamkriegs aus wahltaktischen Gründen
Kissinger, außenpolitischer Berater des US-Präsidenten Nixon,
war für die Verlängerung des Vietnamkrieges mitverantwortlich.
Obwohl 1969 die Bedingungen für einen Frieden günstig waren, wird
der Krieg weitergeführt, um die Wiederwahl Nixons 1972 nicht zu gefährden.
In der Hoffnung, den Vietnamkrieg noch gewinnen zu können, wird Nixon
wiedergewählt und der Krieg erst 1973 unter großen Verlusten beendet: über
20 000 amerikanische und 160 000 vietnamesische Opfer.
Die USA verhelfen Pinochet zur Macht
Unter Beihilfe der USA (Außenminister Kissinger) wird die sozialistische
Regierung Chiles 1973 gestürzt und eine Militärdiktatur unter General
Pinochet errichtet, welche die Menschenrechte missachtet. Bis zum Ende der
Diktatur 1990 werden politische Gegner verschleppt, gefoltert und ermordet.
Diese Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten eines selbstständigen
Staates wird mit der Notwendigkeit einer Eindämmung des Kommunismus
in Südamerika gerechtfertigt.
