Woodrow Wilson in der Kritik

Wilsons Politik – eine idealistische Illusion?

Wilsons Zukunftsvision eines Gerechtigkeitsfriedens
(14-Punkte-Plan) war »realistischer« als der Diktatfrieden der Realpolitiker. Denn eine Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland hätte vielleicht den Zweiten Weltkrieg verhindern können.
Vorwerfen kann man Wilson, dass er nicht das ganze politische und wirtschaftliche Gewicht der USA für seine Vision, für einen Gerechtigkeitsfrieden, eingesetzt hat.

Zumindest gelingt ihm die Gründung des Völkerbunds, dem Vorgänger der Vereinten Nationen. Auch wenn dieser den Zweiten Weltkrieg nicht verhindern konnte, so hat er doch in der Zwischenkriegszeit einige kleinere Konflikte erfolgreich gelöst, humanitäre Krisen gemeistert und die Entkolonialisierung vorangetrieben.

Schwächen der Idealpolitik
Werte können auch pervertiert werden, zur Tarnung der Verfolgung nationaler Interessen missbraucht werden. Wilson z. B. überhöhte den Krieg als »Kreuzzug für die Demokratie«. Dieses auch heute noch verbreitete moralisch motivierte amerikanische Kreuzzugsdenken (aktuellstes Beispiel Irak) wird zu Recht von Realpolitikern kritisiert.


Wilson


14-Punkte-
Programm


Wilson, 14-Punkte-Programm
Weltethos
und Politik


Weltpolitik im
Wandel

 
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