• Konservative Mönche, die behaupten, allein die ursprüngliche,
reine Lehre Buddhas, die »Lehre der Ältesten« (Theravada) zu
bewahren.
• Mönche: weltentsagend, sollen allein oder in Klöstern ein bescheidenes
Leben führen; nur sie können die Erlösung erlangen.
• Laien: können bestenfalls durch gute Werke Verdienste sammeln.
Mahayana
(= Großes Fahrzeug)
• Auf Grundlage neuer Texte werden Teile der buddhistischen Lehre neu
interpretiert; Öffnung des Sangha für Laien: alle Menschen, nicht
nur Mönche, sind fähig die Erleuchtung zu erlangen.
• Mönche: Mit der Zeit Entstehung mächtiger Mönchshierarchien
mit feierlichen Titeln (Äbte, Erzäbte, Generaläbte), kostbaren
Gewändern und großen Tempel- und Klosterreichtümern.
• Laien: Laienreligion, die auch Nicht- Mönchen, auch den Frauen,
das Erlangen der Erleuchtung verspricht.
• Bodhisattva (»Erleuchtungswesen«): Menschenfreundlicher
Heiliger, der sich auch um die Erlösung anderer bemüht.
Vajrayana
(= Diamant-Fahrzeug; Diamant als Symbol des Unzerstörbaren,
Absoluten)
• Alte esoterisch-magische Praktiken und psychologisierender Ritualismus
fließen in die Vorstellungswelt des Mahayana-Buddhismus ein.
• In Tibet bildet sich eine Synthese mit der alten tibetischen Bön-Religion: der
tibetische Buddhismus, eine farbenfroh-sinnliche Form des Buddhismus.
• Nach langen Schulstreitigkeiten setzen sich im 17. Jh. die »Gelbhut-Mönche« durch, mit dem
Dalai Lama als Oberhaupt.