Alter Vedischer Jenseitsglaube
Verstorbene gelangen als Geistwesen
in den paradiesischen Himmel oder in die Unterwelt oder sie irren als Geistwesen
auf Erden umher.
Mit der Zeit setzt sich die Vorstellung durch, die Seele des Toten
müsse wandern: von der Leichenverbrennung über den Mond ins Paradies
oder mit dem Regen vom Mond wieder zur Erde zurück.
Zunehmende Abstrahierung und philosophische Ausdifferenzierung dieser
Vorstellung.
Entscheidend für die Wiederverkörperung wird das »Karman« (Sanskrit »Tat«)
des Verstorbenen: zunächst die verrichteten Opferhandlungen, später
moralisches Handeln.
Ende des Geburtenkreislaufes (samsara) mit moralisch-spiritueller Läuterung
der Seele: Erlösung (moksha).