Rigveda (»Wissen der Verse«): Sammlung aus 1028 Hymnen und Geschichten über
die Götter und das Opfer.
Samaveda (»Wissen der Gesänge«): Text- und Gesangbuch mit
dem die Vorsänger beim Opfer ausgebildet wurden.
Yajurveda (»Wissen der Opfersprüche«): die eigentlichen Opfersprüche.
Atharvaveda (»Wissen des Feuerpriesters«): eine späte Sammlung
von esoterisch-magischen »Zauberformeln«.
Brahmanas und Aranyakas
Priesterliche Erklärungstexte und Kommentare zu den Opfern, teils mit
philosophischem Inhalt, den einzelnen Veden und ihren Schulen zugeordnet.
Spätere philosophische Nachträge, sogenannte Aranyakas (»Bücher
des Waldes«) waren vor allem für eingeweihte Spezialisten gedacht,
die als Einsiedler fernab in den Wäldern lebten.
Upanishads
Ursprünglich philosophische Passagen der Brahamanas und Aranyakas, erst
spät herausgelöst, zu einem selbstständigen Textkorpus zusammengefasst
und im Laufe der Zeit durch weitere Texte ergänzt.
Vedische Götter
Die alten Inder glaubten an eine Vielzahl von Göttern (devas) und göttlichen
Mächten, die in unterschiedlichen Sphären agieren:
• Die Götter des Himmels, darunter Rita, das kosmische
Ordnungsprinzip, Varuna der vedische Schöpfergott, der Sonnengott Surya und
die Morgenröte Ushas.
• Die Götter des Luftraums, vor allem Indra, der Befreier
der Urwasser, der beliebteste aller vedischen Götter, und Windgott Vayu.
• Die Götter der Erde, vor allem der Feuergott Agni mit seinen vielen
Funktionen.
• Die asuras, dämonische Mächte, die einst alles beherrschten,
aber dann im Kampf den devas unterlagen.