Müssen Nicht-Juden (»Heiden«),
wenn sie Christen werden wollen, auch das jüdische
Religionsgesetz (Halacha)
einhalten: Beschneidung, Feiertage, Sabbat, Reinheits- und Speisevorschriften?
Petrus
»Als aber Kephas (= Petrus) nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins
Angesicht, denn es war Grund zur Klage gegen ihn. Denn bevor einige von Jakobus
kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück
und sonderte sich ab, weil er die aus dem Judentum fürchtete. Und mit ihm
heuchelten auch die anderen Juden.« (Gal 2,11–13)
Paulus
»Als ich aber sah, dass sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit des
Evangeliums, sprach ich zu Kephas (= Petrus) öffentlich vor allen: Wenn
du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst
du dann die Heiden, jüdisch zu leben? Wir (Petrus und Paulus) sind von Geburt
Juden und nicht Sünder aus den Heiden. Doch weil wir wissen, dass der Mensch
durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus
Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen: damit wir gerecht
werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes, denn
durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht.«
(Gal 2,14–16)