Aus den großen alten religiösen und ethischen
Traditionen der Menschheit aber vernehmen wir die Weisung:
Du sollst nicht stehlen!
oder positiv: Handle gerecht und fair!
Besinnen wir uns also wieder neu auf die Konsequenzen dieser uralten Weisung:
• Kein Mensch hat das Recht, einen anderen Menschen – in welcher Form auch immer – zu bestehlen
oder sich an dessen Eigentum oder am Gemeinschaftseigentum zu vergreifen.
• Umgekehrt hat aber auch kein Mensch das Recht, sein Eigentum ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse
der Gesellschaft und der Erde zu gebrauchen.
Niemand täusche sich: Es gibt keinen Weltfrieden ohne Weltgerechtigkeit!
Deshalb sollten schon junge Menschen in Familie und Schule lernen, dass Eigentum, es sei noch so wenig,
verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgmeinheit dienen.
Nur so kann eine gerechte Wirtschaftsordnung aufgebaut werden.
Aus der »Erklärung zum Weltethos« des
Parlaments der Weltreligionen, Chicago 1993.
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