Chicago 1893: Parlament der Weltreligionen

Herausragend war der Hindu Vivekananda, Schüler Ramakrishnas, mit seinen visionären Plädoyers für gegenseitige Toleranz und Respekt der Religionen.
Auszüge aus Vivekanandas Statements beim Parlament der Weltreligionen, Chicago 1893

»Ich bin stolz zu einer Religion zu gehören, welche die Welt Toleranz und universale Akzeptanz gelehrt hat. Wir glauben nicht nur an die universale Toleranz, sondern wir nehmen auch an, dass alle Religionen wahr sind.«


»Der Christ soll kein Hindu oder Buddhist werden, noch soll ein Hindu oder Buddhist ein Christ werden. Aber jeder muss den Geist der anderen aufnehmen und dennoch seine Individualität bewahren und wachsen nach seinem eigenen Gesetz des Wachstums. Wenn das Parlament der Religionen der Welt eines gezeigt hat, dann dies: Es hat der Welt bewiesen, dass Heiligkeit, Reinheit und Nächstenliebe nicht die exklusiven Besitztümer irgendeiner Kirche der Welt sind und dass jedes System Männer und Frauen mit herausragendem Charakter hervorgebracht hat. Und sollte jemand vom ausschließlichen Überleben der eigenen Religion und der Zerstörung der anderen träumen, dann habe ich aufgrund dieser Tatsache aus tiefstem Herzen Mitleid mit ihm und mache ihn darauf aufmerksam, dass trotz Widerständen auf dem Banner jeder Religion bald geschrieben stehen wird: ›Hilfe und nicht Kampf‹, ›Anpassung und nicht Zerstörung‹, ›Harmonie und Frieden und nicht Uneinigkeit‹.«

S. Schlensog, Der Hinduismus, München 2006, S. 378


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Was ist Weltethos?
 
Die »Erklärung zum Weltethos«
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