
Für »Projekt Weltethos« grundlegend war vor
allem die Arbeit an »Existiert Gott?« (1978):
1. Konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit den modernen
Religionskritikern (Marx, Feuerbach, Nietzsche, Freud).
Fazit: Trotz unterschiedlicher Auffassungen in Sachen Gottesglauben ist eine Koalition von Glaubenden und Nicht-Glaubenden im Ethos möglich.
2. Statt Nihilismus ein vernünftiges Ur- oder Grundvertrauen,
ein »Ja« zur
Wirklichkeit und zur Sinnhaftigkeit des Lebens, das auch ohne Gottesglaube
möglich ist. Dieses Grundvertrauen ist die Voraussetzung für echt
menschliches, humanes, moralisches Leben.
3. Überwindung traditioneller christlicher theologischer Positionen,
welche die Weltreligionen entweder als Unglauben oder als irrelevant abqualifizieren,
als Voraussetzung für einen konstruktiven interreligiösen
Dialog.
Schlüsselwerke dieser Etappe



