1. die nahöstlich prophetischen Religionen:
Judentum, Christentum und Islam
2. die indisch-mystischen Religionen:
Hinduismus und Buddhismus
3. die fernöstlich-weisheitlichen Religionen Japans und Chinas:
Konfuzianismus, Daoismus
Paradigmenwechsel
Der Paradigmenbegriff geht zurück auf den Physiker und Wissenschaftshistoriker Thomas
S. Kuhn. Nach Kuhn (The Structure of Scientific Revolutions, Chicago
1962) ist ein Paradigma »eine ganze Konstellation von Überzeugungen,
Werten, Verfahrensweisen usw., die von den Mitgliedern einer gegebenen Gemeinschaft
geteilt werden«.
Der Paradigmenbegriff ist ein Verstehensmodell, mit dem Kuhn denkerische Entwicklungen
in der Naturwissenschaft analysiert hat. Kuhn zeigte auf, wie sich in der Naturwissenschaft
die verschiedenen Paradigmen bzw. Weltbilder auseinander heraus entwickelt haben,
inwiefern Zusammenhänge bestehen, inwiefern es zu Umbrüchen kam.
Hans Küng hat Kuhns Paradigmenbegriff in den Raum von Theologie und Religionswissenschaft übertragen.
Er hat gezeigt, wie Religionsgeschichte als Abfolge von Paradigmenwechseln zu
erklären und zu verstehen ist.